Radiästhesie/ Rutengehen

Rutengehen - so alt wie die Menschheit

Wann und wo das Rutengehen zum ersten Mal praktiziert wurde, liegt völlig im Dunkeln. Vielleicht ist es eine Kunst des Wasserfindens und Brunnengrabens, die es so lange gibt, wie Nomaden durch die Wüsten und Steppen dieser Erde ziehen.
Möglicherweise ist es auch eine jahrtausendealte Methode der Hirten und Bauern, um sich vor schlechten Plätzen zu schützen, die die Fruchtbarkeit der Saat oder des Viehs beeinträchtigen könnten.
Hinweise auf das Rutengehen finden sich in beinahe allen Kulturen - von den Babyloniern, Kelten bis hin zu den Germanen.

Die Gelehrten entdecken das Rutengehen

Der Benediktinermönch Basilius Valentius berichtete im 15. Jahrhundert als Erster ausführlich über den allgemeinen Brauch des Rutengehens unter der Bevölkerung. Knapp 2 Jahrhunderte später beschäftigte sich der Jesuit Athanasius Kircher eingehend mit dem Rutengehen und schrieb eine Art Bedienungsanleitung für Ruten. Das Rutengehen faszinierte fortan zunehmend auch die Intellektuellen und Gelehrten.
Selbst Johann Wolfgang von Goethe, Albert Einstein und Max Planck haben sich damit beschäftigt.

Krank durch Erdstrahlen?

Mit Beginn der Industrialisierung und dem damit verbundenen rapiden Anwachsen der Städte wurden Erdstrahlen zu einem Problem der Volksgesundheit.
Konnte man bislang sein Haus oder die Stallung mehr oder minder nach eigenem Gutdünken auf dem eigenen Grundstück platzieren und sich von seinem Gespür leiten lassen, wo es wohl am Besten hinpasst, änderte sich dies im Zuge der Verstädterung. Wohnraum wurde knapp, mehrstöckige Häuser entstanden, Bauvorschriften und Kapitalertragszwänge bestimmten von nun anden Grundriss und die Lage der Gebäude.
Aus dem Jahr 1861 ist uns der erste wissenschaftliche Hinweis auf mögliche Gefahren von Erdstrahlen bekannt. Die Anfänge der geopathologischen Forschung sind ganz eng mit Freiherr von Pohl verknüpft. Er gilt zu Recht als Pionier der Erdstrahlenforschung und Meiser des Rutengehens. Seit 1904 forschte er nach einem möglichen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Erdstrahlen, denn er hatte die Beobachtung gemacht, dass die Betten von Krebstoten ausnahmslos auf unterirdischen Wasseradern standen. Da die etablierte medizinische Wissenschaft seinen Beobachtungen wenig Aufmerksamkeit zollte, entschloss er sich 1929 zu einem auch nach heutigen Kriterien wissenschaftlich exakten Feldversuch in der niederbayrischen Kleinstadt Vilsbiburg.
Unter der strengsten Aufsicht von einer amtlich neutralen Person hat der Freiherr von Pohl eine exakte Karte aller unterirrdischer Wasserläufe der Stadt erstellt. Der dortige Obermedizinalrat trug anschließend alle amtlich dokumentierten Krebstodesfälle der letzen 10 Jahre in die Karte ein.
Ein Auszug aus dem Protokoll:" Aus den Karten zeigt sich die verblüffende Tatsache, dass sämtliche Krebstodesfälle in Vilsbiburg auf den Freiherrn von Pohl eingezeichneten starken unterirrdischen Wasserläufen liegt."

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